Porträt einer lächelnden Frau mit langen blonden Haaren, die ein hellrosa Sakko trägt.
Vanessa Völkl

Landingpage oder "normale" Website?

In meiner täglichen Arbeit begegnet mir immer wieder eine interessante Beobachtung. Viele Kunden sprechen von einer Landingpage und meinen damit schlicht ihre Website oder eine beliebige Unterseite davon. Das ist absolut nachvollziehbar, denn der Begriff wird im Online Marketing sehr unterschiedlich verwendet und oft nicht eindeutig erklärt. Genau hier setzt dieser Blogbeitrag an. Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis zu schaffen und aufzuzeigen, worin sich eine gezielt aufgebaute Landingpage von einer klassischen Website unterscheidet.

Warum der Unterschied entscheidend für mehr Leads ist

Viele Unternehmen investieren Zeit und Budget in Online-Marketing – etwa in Google Ads, Social-Media-Kampagnen oder Newsletter. Doch häufig bleibt der gewünschte Erfolg aus. Ein zentraler Grund dafür ist die falsche Zielseite. Denn nicht jede Website-Seite ist automatisch für Conversions gemacht.

Dabei sorgt ein Begriff immer wieder für Verwirrung: Landingpage.

Ist eine Landingpage nicht einfach die Seite, auf der ein Besucher zuerst landet?
Ja und nein.

Technische vs. marketingbezogene Bedeutung von „Landingpage“

Im "Webanalyse-Sinn" (z. B. in Google Analytics) bezeichnet der Begriff Landingpage jede Seite, die ein Besucher als Erstes aufruft. Ganz gleich, ob es die Startseite, ein Blogartikel oder eine Produktseite ist. Im "Marketing-Sinn" hingegen meint man mit einer Landingpage etwas ganz Bestimmtes:
eine gezielt erstellte Seite, die ein einziges Ziel verfolgt. Das kann etwa eine Anmeldung, eine Anfrage oder einen Kauf.

Wichtig zu verstehen:
Jede Landingpage ist eine Website-Seite.
Aber nicht jede Website-Seite ist eine Landingpage.

Warum diese Unterscheidung so entscheidend ist, zeigt sich vor allem bei der Conversion-Optimierung (was ist Conversion-Optimierung).

Was ist eine Landingpage und warum ist sie so wirkungsvoll?

Eine Landingpage ist eine fokussierte Zielseite, auf die Besucher gezielt geleitet werden – etwa über Google Ads, Social-Media-Anzeigen oder E-Mail-Kampagnen. Sie verfolgt genau ein Ziel und ist vollständig darauf ausgerichtet, den Besucher zu einer bestimmten Handlung zu bewegen.

Studien zeigen, dass optimierte Landingpages die Conversion-Rate um bis zu 220 % steigern können, verglichen mit allgemein gehaltenen Webseiten. Der Grund: Fokus, Klarheit und psychologisch durchdachte Struktur.

Die wichtigsten Merkmale einer conversionstarken Landingpage

1. Klare Überschrift mit konkretem Nutzen

Innerhalb weniger Sekunden muss klar sein:

  • Welches Problem wird gelöst?
  • Welchen Vorteil hat der Besucher?

Eine gute Headline bringt den Mehrwert präzise auf den Punkt, zum Beispiel:

  • „In 5 Schritten zu mehr qualifizierten Kundenanfragen“
  • „Zeit und Kosten sparen mit XYZ“

Vage Aussagen oder leere Marketingfloskeln wirken dagegen abschreckend.

2. Ein auffälliger Call-to-Action (CTA)

Jede Landingpage braucht einen klaren Handlungsaufruf:

  • gut sichtbar
  • idealerweise „above the fold“ (im sichtbaren Bereich)
  • aktiv formuliert („Jetzt kostenlos starten“ statt „Absenden“)

Zusätzliche CTA-Buttons weiter unten auf der Seite sind sinnvoll – aber nur, wenn sie zur gleichen Aktion führen. Mehrere unterschiedliche Ziele verwirren und senken die Conversion-Rate.

3. Keine Ablenkungen

Eine Landingpage ist kein Ort zum Stöbern. Navigation, externe Links oder unnötige Banner lenken vom Ziel ab und erhöhen die Absprungrate.

Das Prinzip lautet: So viel Information wie nötig, so wenig Ablenkung wie möglich.

Eine klare Struktur mit Vorteils-Bulletpoints, kurzen Textabschnitten und einem roten Faden führt den Nutzer gezielt zur Conversion.

4. Vertrauen durch soziale Beweise

Gerade bei Lead-Generierung oder höherpreisigen Angeboten ist Vertrauen entscheidend. Bewährte Trust-Elemente sind:

  • Kundenstimmen mit Namen und Bild
  • bekannte Kundenlogos
  • Auszeichnungen oder Zertifikate
  • Sicherheits- und Datenschutz-Hinweise

Je unbekannter die Marke, desto wichtiger diese Elemente.

5. Geringe Conversion-Hürden

Je einfacher der Weg zum Ziel, desto höher die Abschlussrate:

  • Formulare auf das Nötigste reduzieren (oft reichen Name + E-Mail)
  • unnötige Pflichtfelder vermeiden
  • mobile Nutzer berücksichtigen (z. B. Click-to-Call)
  • keine erzwungene Registrierung oder Kontoerstellung

Jede zusätzliche Hürde kostet potenzielle Leads.

Was zeichnet eine „normale“ Website aus?

Eine klassische Website verfolgt ein anderes Ziel als eine Landingpage. Sie ist darauf ausgelegt, Informationen bereitzustellen, Vertrauen aufzubauen und dem Besucher Orientierung zu geben.

Typische Merkmale:

  • mehrere Seiten
  • klare Navigation
  • verschiedene Inhalte und Angebote
  • Raum für Exploration

Wann eine "normale" Website sinnvoll ist

  • zur Unternehmensdarstellung
  • für organischen Suchtraffic
  • bei erklärungsbedürftigen Leistungen
  • für Blogartikel, FAQs und Ressourcen
  • wenn Nutzer sich erst orientieren möchten
  • als langfristige digitale Visitenkarte

Hier dürfen (und sollen) Besucher klicken, lesen und vergleichen.

Fazit

Landingpages und klassische Websites verfolgen unterschiedliche Ziele. Eine Landingpage ist auf eine konkrete Handlung ausgerichtet und eignet sich besonders für Kampagnen und Leadgenerierung. Eine normale Website dient der Information, der Orientierung und dem Vertrauensaufbau. Entscheidend ist nicht das Design, sondern der Zweck der Seite. Wer für Marketingmaßnahmen gezielt die passende Seitenart einsetzt, erzielt bessere Ergebnisse mit weniger Aufwand.

Du willst wissen, welche Seite für dein Angebot sinnvoll ist und wo du aktuell Leads verschenkst. Lass uns gemeinsam prüfen, ob eine Landingpage oder eine klassische Website für dein Ziel die bessere Wahl ist.

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